Thilo Sarrazin
Deutschland schafft sich ab
Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
Deutsche Verlagsanstalt
gebunden, 464 Seiten.
22,99 Euro

 

Thilo Sarrazin beschreibt mit seiner profunden Erfahrung aus Politik und Verwaltung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer Zuwanderung und wachsender Unterschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschland nicht nur älter und kleiner, sondern auch dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen wird. Sarrazin sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unseres Wohlstands untergraben und so den sozialen Frieden und eine stabile Gesellschaft aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.

 

 

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Weil sichs ideologiefrei schöner denkt.

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Otto von Bismarck


Ernst Nolte

wurde am 11. Januar 1923 in Witten geboren. Da er aufgrund der Missbildung einer Hand nicht Kriegsdienst tauglich war, konnte er unmittelbar nach dem Abitur 1941 mit dem Studium der Philosophie (bei Martin Heidegger) sowie der Germanistik und altgriechischer Philologie beginnen. Nach seinem Studienabschluss 1945 unterrichtete er als Gymnasiallehrer Deutsch und Griechisch. Daneben setzte er seine wissenschaftlichen Forschungen fort und promovierte 1952 in Freiburg/Br. bei Eugen Fink mit dem Thema "Selbstentfremdung und Dialektik im deutschen Idealismus und bei Marx".

1963 veröffentlichte er das Buch "Der Faschismus in seiner Epoche", das innerhalb kurzer Zeit in mehrere Sprachen übersetzt wurde und Nolte international bekannt machte. 1964 wurde das Buch darüber hinaus als Habilitationsschrift angenommen und Nolte im Jahr darauf als ordentlicher Professor für Neuere Geschichte an die Universität Marburg berufen. 1973 erhielt er einen Ruf an die Freie Universität Berlin, wo er am Friedrich-Meinecke-Institut bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1991 eine Professur für Neuere Geschichte inne hatte. Während dieser Zeit nahm Nolte außerdem Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte u.a. an der Yale University, in Cambridge und Jerusalem wahr. Ernst Nolte ist Träger des Hanns-Martin-Schleyer-Preises sowie des Konrad-Adenauer-Preises der Deutschland-Stiftung für Wissenschaft. 

Nachdem 2003/2004 der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Terrorismusexperte des Bundeskriminalamts, Martin Hohmann wegen einer Rede, in der er sich kritisch mit der führenden Rolle von Juden während der russischen Oktoberrevolution und ihrer Verwicklung in die Massenmorde des damaligen sowjetischen Geheimdienstes auseinander setzte, aus der CDU ausgeschlossen wurde, trat Nolte für ihn ein und würdigte Hohmann als einen "tapferen und respektablen Streiter für die Meinungs- und Gewissensfreiheit".

Früher schon hatte sich Nolte gegen die Verschärfung des § 130 StGB gewandt, der die für Nicht-Juristen und damit für die Masse der Bevölkerung nur schwer abzugrenzende "Leugnung des Holocausts" als Volksverhetzung unter Strafe stellte und in der Folge zu einer Ideologisierung und Instrumentalisierung dieses wichtigen Geschichtsfelds führte. An die Stelle eines offenen wissenschaftlichen Diskurses trat so ein juristisch Sanktioniertes Klima der Verleumnung, Denunziation  und geistigen Gleichschaltung. Der wissenschaftlichen Aufarbeitung wurde eine juristisch zementierte, strafbewehrte Geschichtsdoktrin entgegen gestellt, die in dieser Form spontan an mittelalterliche Verhältnisse oder die Zustände in totalitären Systemen erinnert. Eine ernsthafte, über stereotype Betroffenheitsbekundungen hinaus gehende Diskussion wurde so nahezu unmöglich macht. Nolte erkannte als einer der ersten die aus dieser Rechtsunsicherheit resultierende Beeinträchtigung des freien Gedankenaustausches, aber auch die damit einhergehende Ideologisierung und Instrumentalisierung der Geschichtswissenschaft. Ernst Nolte ist der Vater des Münchner Völkerrechtsprofessors Georg Nolte.

 

Von ihm erschienen u.a. die Bücher:

  • Der Faschismus in seiner Epoche. Action francaise - Italienischer Faschismus - Nationalsozialismus. München 1963 [zuletzt Neuausg. 2000], ISBN 3-7610-7248-1
  • Die faschistischen Bewegungen, dtv München 1966
  • Die Krise des liberalen Systems und die faschistischen Bewegungen, Piper Verlag München 1968
  • Sinn und Widersinn der Demokratisierung in der Universität, Rombach Verlag Freiburg 1968
  • Was ist bürgerlich? und andere Artikel, Abhandlungen, Auseinandersetzungen. Stuttgart 1979
  • Hrsg.): Theorien über den Faschismus. 6. Auflage. München 1984, ISBN 3-492-10365-0
  • Marxismus und Industrielle Revolution, Stuttgart 1983
  • Deutschland und der Kalte Krieg, 2. Aufl. Stuttgart 1985
  • Der europäische Bürgerkrieg 1917–1945. Nationalsozialismus und Bolschewismus, 4. Aufl. Frankfurt/M. 1989
  • Das Vergehen der Vergangenheit. Antwort an meine Kritiker im sogenannten Historikerstreit, Berlin 1988.
  • Nietzsche und der Nietzscheanismus, Frankfurt 1990.
  • Geschichtsdenken im 20. Jahrhundert; von Max Weber bis Hans Jonas, Propyläen Frankfurt/Main 1991, ISBN 3-549-05379-7
  • Streitpunkte. Heutige und künftige Kontroversen um den Nationalsozialismus, Propyläen Berlin Frankfurt/Main 1993, ISBN 3-549-05234-0
  • Die Deutschen und ihre Vergangenheiten. Erinnerung und Vergessen von der Reichsgründung Bismarcks bis heute, Herbig Verlag München 1995, ISBN 3-7766-9004-6
  • (zusammen mit François Furet) „Feindliche Nähe": Kommunismus und Faschismus im 20. Jahrhundert. Ein Briefwechsel, Herbig Verlag München 1998, ISBN 3-7766-2029-3
  • Historische Existenz. Zwischen Anfang und Ende der Geschichte? Herbig Verlag München 1998
  • Der kausale Nexus. Über Revisionen und Revisionismen in der Geschichtswissenschaft; Studien, Artikel und Vorträge 1990–2000, Herbig Verlag München 2002, ISBN 3-7766-2279-2
  • L'eredità del nazionalsocialismo, Di Renzo Editore, Roma 2003
  • Siegfried Gerlich im Gespräch mit Ernst Nolte: Einblick in ein Gesamtwerk, Edition Antaios, Dresden 2005, ISBN 3-9350-6361-X
  • Die Weimarer Republik. Demokratie zwischen Lenin und Hitler, Herbig Verlag München 2006, ISBN 3-7766-2491-4