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Prof. Dr. Hellmut Diwald

Hellmut Diwald

wurde am 13. August 1929 in Schattau (Mähren) geboren. Nach dem Studium der Philosophie und Geschichte in Hamburg und Erlangen, wo er 1953 über das Thema "Untersuchungen zum Geschichtsrealismus im 19. Jahrhundert" promovierte, habilitierte er sich im Jahr 1958. Ab 1965 lehrte an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen Mittlere und Neuere Geschichte. Diwald fokussierte seine Betrachtungen auf Aspekte des offiziellen deutschen Geschichtsbildes, die die Mehrzahl seiner Fachkollegen wenn möglich geschmeidig umging, wohl wissend, dass eine nüchterne, wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Betrachtung unweigerlich zu schmerzhaften Konflikten mit dem herrschenden populistischen Geschichtsbild führen muss.

Diwald beließ es nicht dabei, Forschung als Selbstzweck zu betreiben, sondern bemühte sich stets, seine Überlegungen und Erkenntnisse in die öffentliche Diskussion einzubringen. Dieses in Frage stellen von historischen und politischen Glaubensätzen, hinter denen jeweils einflussreiche Interessen standen und stehen, trug ihm zahlreiche Anfeindungen ein. Mit den Mitteln der Verleumnung, persönlichen Diffamierung und beruflichen Ächtung versuchte man dem unbequemen Historiker aus der öffentlichen Diskussion auszuschalten. Wie alle Menschen, die sich in besonderer Weise der Wahrheit und Wahrhaftigkeit verpflichtet fühlen, gingen dies auch an Diwald nicht spurlos vorüber. Von vielen seiner "vernünftigeren" Berufskollegen in Stich gelassen, verstarb er im Alter von 64 Jahren am 26. Mai 1993 in Würzburg.

 

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