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Viel hat sicher nicht gefehlt, und seine Zeitgenossen hätten ihn den "Flotten Fritz" genannt, denn sein Lebensstil, seine Hofhaltung und nicht zuletzt die zur Erlangung der Königswürde notwendigen Ausgaben brachten den Staatshaushalt an den Rand des Ruins. Ursprünglich Brandenburgischer Kurfürst und Herzog von Preußen, also Herrscher eines Gebiets dessen einer Teil im und dessen anderer Teil außerhalb des damaligen Reichsgebietes lag, war es das Ziel Friedrichs III., wie er vor der Krönung hieß, mit der Erhebung zum Königreich die Souveränität und den Zusammenhalt der beiden Provinzen zu stärken. Gerade dieser Aspekt zeigt, dass die vielfach angeführte Deutung, die Erhebung Preußens zum Königreich sei ein Akt reiner Eitelkeit Friedrich I. gewesen, zu kurz greift, auch wenn die ungewöhnlich deutliche Kritik seiner beiden Nachfolger, Friedrich Wilhelm I. (Soldatenkönig) und Friedrich II (der Große) an seiner aufwendigen Hofhaltung diesen Eindruck zu stützen scheint.
Da eine Proklamation zum König ohne die Zustimmung von Kaiser Leopold I. nicht aussichtsreich erschien, beginnt Friedrich III. 1690 Verhandlungen mit dem österreichischen Kaiserhaus, bis er im Kontraktat vom 16. November 1700 das kaiserliche Einverständnis gegen die Zusage erhält, die Habsburger beim Streit um das spanische Erbe zu unterstützen und im Kriegsfall 8000 Soldaten zu stellen. Basierend auf diesem Vertrag und nach der Erhebung Preußens zum souveränen Königreich am 15. Januar krönt sich Friedrich III. am 18. Januar 1701 eigenhändig zum König und nennt sich seither Friedrich I., König von Preußen. Die prunkvolle und aufwändige Zeremonie fand im Königsberger Deutschordensschloss statt.
Um die neu erlangte Königswürde auch nach außen zu unterstreichen führt Friedrich I. in der Folgezeit nicht nur ein aufwendiges Hofleben, sondern beginnt auch, die junge Residenzstadt Berlin durch repräsentative Bauten aufzuwerten, was zu erheblichen Belastungen der Staatskasse führt.