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Die Römer benötigten einst Legionen von Söldnern, um die Völker zu unterjochen.
Heutzutage braucht man, um das gleiche Ergebnis zu erzielen,
lediglich Legionen von Beamten.
Ephraim Kishon

 

Restauration

Allgemein versteht man unter Restauration die Wiederherstellung früherer, meist vorrevolutionärer Machtverhältnisse. Besonders gebräuchlich ist diese Bezeichnung für die zwischen dem Wiener Kongress (1814/15) und den Revolutionen von 1830 und 1848 gelegene Epoche der kontinental-europäischen Politik. In ihr versuchte der europäische Adel, die sich aus der französischen Revolution und den deutschen Reformen ergebenden gesellschaftlichen Neuerungen rückgängig zu machen.

Zu den einflussreichsten Vertretern der Restauration zählten Metternich und der russische Zar Nikolaus I. Während Metternich die Rolle des politisch führenden Kopfes der Restauration zukam, kam dem russischen Zarenreich unter Nikolaus I. die Rolle des stabilisierenden Machtfaktors zu. Unter seiner Führungsrolle schlossen sich Russland, Österreich-Ungarn und Preußen zum Dreibund zusammen. Diese seit dem Wiener Kongress bestehende Konstellation änderte sich erst, als Russland auch seinen Dreibundpartnern zu dominant wurde, und endete mit dem Krimkrieg 1852.