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König Friedrich Wilhelm IV.

Friedrich Wilhelm IV.

König von Preußen

Friedrich Wilhelm IV. wurde 1795 als Sohn Friedrich Wilhelms III. geboren.  Von 1840 bis 1861 König von Preußen, war er der erste preußische König, der eine gewisse Offenheit gegenüber den politischen Forderungen des Bürgertums zu erkennen gab. So stimmte er der Verfassung von 1850 zu und äußerte Verständnis für die vor allem vom Bürgertum vorgetragenen Wunsch nach nationaler Einheit. Bemerkenswert erscheint auch der auf seinen Wunsch zurückhaltende Einsatz des Militärs während der Revolutionswirren. Dessen ungeachtet war er jedoch geprägt von preußischer Erziehung im Allgemeinen und der zum preußischen König im besonderen, was schließlich dazu führte, dass er, als die Situation all zu unübersichtlich wurde, die eben erst ins Leben gerufene preußische Nationalversammlung wieder auflöste. Auch lehnte der die ihm vom Frankfurter Paulskirchen- Parlament angetragene Deutsche Kaiserkrone ab. Als preußischer Herrscher, der von je her nur seinem Gewissen und Gott verantwortlich war, mochte er sich nicht auf die Gnade launischer Untertanen verlassen. Der ein Jahr später unternommene Versuch, die deutsche Einheit von oben her, durch eine Art Fürstenunion zu etablieren, scheiterte unter demütigenden Umständen am Widerstand Russlands und Österreichs, die an der Konkurrenz eines geeinten Deutschlands kein Interesse hatten. Die demoralisierenden Umstände der Untersagung durch die Nachbarstaaten führten zu einem Ansehensverlust des Königs, von dem er sich bis zu seinem Tode nicht mehr erholte. Als gebrochener Mann erkrankte er schließlich so sehr, dass sein Bruder Wilhelm 1857 die Regentschaft übernehmen mußte.